Hingabe und Aufgabe

GOTTseiDank! war mir gestern sowas von fad. Als ich mir schon selbst ordentlich auf die Nerven gegangen bin habe ich mich darauf besonnen was ich in mir aktivieren will. Habe mich also hingesetzt – geatmet, und meine inneren Werkzeuge ausgepackt. Das ist ja nicht immer möglich, manchmal hilft mir in dem Zustand eher Ablenkung – gestern bin in meinen HerzRaum gefallen. Dann habe ich ohne nachzudenken ein Blatt Papier genommen, vor mich hingekritzelt, und auf einmal waren diese Worte da:

Ein wenig zurückgespult: vor ein paar Tagen hatte ich in einem intensiven Prozess (ja mit Tränen und Schmerz- dem der schließlich gut tut) eine Erkenntnis. Ich konnte fühlen, wie ich an einem Punkt entweder aufgeben oder mich hingeben kann.

Aufgeben ist für mich mit Rebellion, Trotz und Kampf verbunden, oder mit Lähmung und Hilflosigkeit – mich ausgeliefert und machtlos fühlend. Alle diese Gefühle kenne ich nur zu gut.  (Kampf oder Flucht Reaktionen, fight, flight or freeze) Umgelegt sind dies auch die gelernten Reaktionen auf Macht, wenn sie über uns ausgeübt wird. Es entstehen Verhaltensmuster, jeder kennt sich darin (aus) und sie sind oft so internalisiert und in unser Leben eingewoben, dass sie sogar zu Identitäten werden. Deshalb empfinden wir es als „normal“.

So wichtig und nützlich verinnerlichtes, automatisiertes Verhalten ist – ist es als Muster für Vieles hinderlich. Diese Muster und Identitäten  – sei es z.B. Opferhaltung oder permanente Rebellion gegen Gott und die Welt, sind Gift für Beziehungen/Wachstum/Entwicklung und Kreativität.

Letztlich halten wir uns dadurch selbst gefangen, sind Sklaven unserer eigenen Muster und es braucht Bewusstsein um diese zu lösen. …und im Licht dessen was mir bewusst ist, konnte ich mich darauf einlassen und erfahren wie dies individuell in mir wirkt und was sich lösen will…und in der Essenz ist es das:

HINGABE ist, mich dem was gerade ist: egal WAS ES IST nicht in den Weg  zu stellen, nicht dagegen anzukämpfen, und genausowenig es willenlos über mich ergehen zu lassen. Es kann sogar bedeuten zu erkennen, dass ich jetzt sterben = diesen Körper verlassen werde. Wenn ich das kann ist kein Drama damit verbunden. Es ist die absolute Hingabe an das Leben.


und als Draufgabe dazu …

Das Wort AUFGABE so vor mir aufgeschrieben gesehen zeigt mir, dass ich es eben auch, neben der Bedeutung: Kapitulation – als Bestimmung oder Herausforderung verstehen kann. In meinem Prozess ist mir klar geworden, wie alle Erfahrungen die ich gemacht habe, alle Muster, Identitäten, die ich entwickelt habe letzlich dazu bestimmt waren um mich erkennen zu  lassen und mich davon zu lösen.

Alleine die verschiedenen Interpretationen des Wortes AUFGABE und welche Bedeutung ich diesen jeweils gebe ist ein eigenes Kapitel!  Ist es eher eine Verpflichtung, eine Forderung, oder zumindest ein (möglichst schwer!) zu lösendes Problem ,  kann uns das meilenweit von der Aufgabe selbst wegbringen: vor allem wenn wir verbissen versuchen es richtig zu machen. Und das ist nicht nur wieder ein Kapitel für sich, es ist absolut kontraproduktiv wenn es um Hingabe geht.

P.S.: In beiden Wörtern steckt das Wort GABE.
Eine Gabe ist etwas das Dir gegeben ist, ein Talent eine Veranlagung. Du kannst sie annehmen und ausbauen, sie ausüben – oder sie vernachlässigen und vergessen.
..und ja… ich liebe es mit Wörtern zu spielen…

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