weiblich-männlich

Intuition ist eine weibliche Eigenschaft. Klare Entscheidungen zu treffen eine männliche. Handeln nur Frauen intuitiv und sind nur Männer zu klaren Entscheidungen fähig?

Mann/Frau oder männlich/weiblich ist eine der primären Dualitäten, ein Grundprinzip, das sich durch Denken, Werte und Systeme zieht.

Dabei trägt jeder Mensch männliche und weibliche Eigenschaften in sich. Es können stark die einen oder anderen überwiegen ,  unterdrückt, oder „verzerrt“ sein, gemocht oder abgelehnt werden, bewusst /unbewusst erlebt und genutzt werden.

Ein Aspekt, der mich lange Zeit auf unterschiedlichste Weisen beschäftigt hat war Aggression/Wut. Als Kind war ich jähzornig, habe gelernt dass ich das nicht sein darf, als Mädchen besonders. Den „negativen“ männlichen Aspekt dabei, nämlich zu zerstören und weh zu tun habe ich lange gefürchtet. Dadurch dass ich gelernt habe die Wut zu unterdrücken waren die „positiven“ männlichen Aspekte dabei  wie kraftvoll zu mir zu stehen, Nein zu sagen, Grenzen zu setzen und dafür zu sorgen dass diese respektiert werden, oft schwierig für mich. Allzu oft habe ich Verständnis gehabt, nachgegeben, dabei verdattert zugeschaut wie meine Grenzen missachtet wurden.  Am schlimmsten  jedoch die Erfahrung erst viel zu spät zu merken, dass ich über meine eigenen Grenzen gegangen bin, und es erst wahr haben wollte, wenn schon Feuer am Dach war.  Vieles habe ich daraus lernen und verlernen dürfen.

Dazu dient meiner Erfahrung nach das Prinzip der Dualität. Aus Unterscheidung und Gegensatz zu lernen, sich zu entwickeln um es schließlich zu integrieren und wo nötig zu heilen.

Damit wirklich etwas Neues entstehen kann gibt und braucht es einen solchen Prozess.  Aussteigen aus dualen Mustern/Reaktionen/Denkweisen verlangt nach Bewusstsein, dem Erkennen der eigenen Anteile in diesen und deren Heilung/Wandlung. Gleichzeitig setzen da viele, viele „Mechanismen“ ein, die das zu verhindern suchen: es zur Seite schieben, nicht wahr haben wollen, sich selbst vormachen „es zu wissen“, oder es gar überspringen zu wollen. Alles zutiefst menschlich und verständlich.

Eine Einsicht die mir sehr geholfen hat, war das Erkennen, dass es ein UND gibt. Das eine schließt das andere mit ein, nicht aus. Es braucht beides=alles. Dann ist es ein Ganzes.

Licht und Schatten, Leben und Tod, Männer und Frauen

Egal was als Gegensatz existiert, oder als solcher wahrgenommen wird:  diesen gilt es in Einklang zu bringen. Im Denken, im Bewusstsein, im Handeln, im Fühlen, im Verkörpern. So gelingt ein ganzheitliches, ausgeglichenes Leben. Dabei ist der Weg das Ziel. Denn es ist alles in Bewegung, Veränderung, allzeit und jetzt. Vollendung ist im Ausbalancieren, im Moment der Erkenntnis. Jedes Mal wieder.

…Und dann gibt es Bewegungen, die wie „Rückschritt“ ausschauen. Sei es in der Politik (ja ich meine das was gerade geschieht) oder im persönlichen Erleben.  Eine Falle,  die weiter polarisieren, trennen, verhindern will, dass sich etwas verändert.

Für mich ist es ein klares Zeichen dafür, DASS sich etwas Grundlegendes verändern will. Es ist ein Aufruf alles zu mobilisieren was bereits be/gewusst, gelernt, erfahren ist und damit dem zu helfen was noch zweifelt, ängstlich und hilflos ist. Im Innen so wie im Aussen.

 

 

 

 

 

 

 

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