Integrität

Es ist zwar irgendwie ein sperriges Wort. Da ich als Wortliebende immer auch den Klang eines Wortes mit einbeziehe kommt diese ein wenig umständlich daher. Doch steht es für etwas Grundsätzliches in meinem Leben, –  und gut, da darf es ruhig nicht ganz so reinflutschen wie Liebe …

Denn auch wenn meine Ausrichtung die der Freude, Leichtigkeit, Schönheit, Harmonie, Liebeskraft ist, beinhaltet das immer auch alles Andere. Integer zu handeln/leben/sein ist eine Form von Integration aller Anteile, aller Aspekte, und das sind halt nicht immer nur schöne, gute…Es hat für mich nichts mit Perfektion zu tun, aber viel mit wahrhaftig sein. Um im Einklang zu sein mit mir, und so zu handeln muss ich ehrlich mit mir sein, zu dem stehen was meine Wahrheit ist. Das ist nicht immer leicht und fordert mich immer wieder heraus.

Beim crowdfunding für mein Kartendeck ist die Herausforderung die, es auf eine Art und Weise zu machen, dass ich dahinter stehen kann UND dabei bewusst meine Schritte zu begleiten  OHNE mich dabei zu verzetteln. Was heißt das?

Der erste Teil ist der relativ leichteste: die Idee vom crowdfunding begeistert mich als solche. Es hilft mir sowohl meine Freude zu teilen, als auch dadurch ein spielerisch-wirksames Werkzeug mehr Menschen zur Verfügung zu stellen. Das ist der persönliche Aspekt gepaart mit dem „professionellen“. Da ich schon seit vielen Jahren eine gelebte Praxis der bewussten und achtsamen Selbsterkenntnis übe, haut mich das was durch diesen Prozess auftaucht  nicht vom Hocker – bisher jedefalls! Ganz im Gegenteil erfahre ich Zuwendung, Unterstüzung, Anteilnahme quasi als Zugabe, teils von ganz unerwarteter Seite.
(Über Erwartungen könnte ich gleich einen weiteren Artikel schreiben!)

Ein Beispiel für das was mich beschäftigt aber nicht vom Hocker haut_: ich habe mich bei dem Gedanken ertappt: o Gott, hoffentlich denken die Leute jetzt nicht, jetzt malt die Katharina so Bildchen,…naja…da stoppe ich mich dann, denn ich weiß, dass ich sonst nur in einen Gedanken-Strudel gerate, der zu nichts führt als mich mies zu fühlen. Was mir gleichzeitig dadurch bewusst wird ist, dass ich selbst noch
a) mich abhängig mache davon, wie ich wohl von außen gesehen werde
b) selbst in mir noch etwas unsicher /urteilendes ist

Und klar, meine Arbeit mit Menschen ist tiefer gehend, umfassender. Die Karten, das Malen ist eine Form, die ergänzt und Spass macht, aber sie nicht ersetzt. Wenn sie zusätzlich inspiriert, Freude macht, hilft, dann ist das wunderbar. Interessanterweise ist das gleichzeitig der Knackpunkt. Denn natürlich will ich erfolgreich sein und dass die Karten unter die Leute kommen. Gleichzeitig ist vor allem meine berufliche Ausrichtung der Fokus meiner Aufmerksamkeit, und da sind die Karten eben doch „nur“ ein Beiwerk.

 

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